Dr. August Ruhs: Thema Freud
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10:30
12:00
28.04.2006 von bis |
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Wiedergabe eines Vortrags gehalten auf Einladung der Neuen Galerie Graz im Rahmen der Reihe "Science Talk" am 12.Jänner 2006
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Man darf gespannt sein, was sich unter dem Signifikanten FREUD im Jubeljahr 2006 an diversen Veranstaltungen, Projekten und Publikationen versammeln wird. Dabei wird sich auch die Janusköpfigkeit des Traditionsbegriffes als Anbetung der Asche einerseits und als Weitergabe der Glut andererseits zeigen. Auf jeden Fall ist anlässlich der 150. Wiederkehr seines Geburtsjahres zu bedenken, dass Sigmund Freud weder auf eine historische Persönlichkeit mit weltweiter Bedeutung noch auf einen begnadeten Literaten oder einen eigenwilligen Kunstsammler und auch nicht auf ein tragisches jüdisches Schicksal reduzierbar ist. Den wahren Anlass der notwendigen Würdigung stellt vielmehr und fast ausschließlich seine Entdeckung und Entwicklung der Psychoanalyse dar. Zunächst als psychotherapeutische Praxis begründet, hat sie sich sehr schnell zu einer allgemeinen Lehre über die Macht des Unbewussten erweitert, sodass sie schließlich von Freud selbst über ihr medizinisches Potenzial hinaus vor allem wegen ihres Wahrheitsgehaltes (innerhalb einer abendländischen Mentalität?) den Menschen ans Herz gelegt wurde. Dieser Anspruch ist nach wie vor ihr innerster Kern. Ob sie diesem entsprechend ihre Arbeit auf dem klinischen Feld oder aber in kulturellen und sozialen Bereichen vollzieht und ob sie dabei entsprechend den einen oder den anderen ihrer verschiedenen Orientierungen und Ansätze nachgeht: Es gilt, dass die Psychoanalyse nur gelebt und praktiziert tatsächlich Sinn macht... |
August Ruhs: |
Univ.-Prof., Dr.med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytiker, Stellvertretender Vorstand der Wiener Universitätsklinik für Tiefenpsychologie und Psychotherapie, Mitbegründer der "Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule" sowie der AFP (Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse), mehrere Jahre Vorstandsmitglied der "Sigmund-Freud-Gesellschaft". Zahlreiche Publikationen aus den Bereichen der klinischen, theoretischen und angewandten Psychoanalyse. Seit 1992 Mitherausgeber der Quartalszeitschrift texte.psychoanalyse.ästhetik.kulturkritik, Wien: Passagen-Verlag. Letzte Buchveröffentlichung: Der Vorhang des Parrhasios. Schriften zur Kulturtheorie der Psychoanalyse, Wien: Sonderzahl, 2003. |
Univ.-Prof., Dr.med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytiker, Stellvertretender Vorstand der Wiener Universitätsklinik für Tiefenpsychologie und Psychotherapie, Mitbegründer der "Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule" sowie der AFP (Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse), mehrere Jahre Vorstandsmitglied der "Sigmund-Freud-Gesellschaft". Zahlreiche Publikationen aus den Bereichen der klinischen, theoretischen und angewandten Psychoanalyse. Seit 1992 Mitherausgeber der Quartalszeitschrift texte.psychoanalyse.ästhetik.kulturkritik, Wien: Passagen-Verlag. Letzte Buchveröffentlichung: Der Vorhang des Parrhasios. Schriften zur Kulturtheorie der Psychoanalyse, Wien: Sonderzahl, 2003.